Kino – etwas angestaubt

Samstag war ich im Kino . Zur Auswahl standen „Ender’s Game“ (wohl eher nicht), „Only God Forgives“ (sagte mir nichts. Interessant: FSK 18 in USA/DE, R15+ in Japan) „Gravity“ (schon gesehen, absolut empfehlenswert, gewaltige Bilder, besonders in 3D) und: „The Dust Of Time„. Sagte mir auch nichts. Da aber Bruno Ganz, Willem Dafoe und Christiane Paul als Hauptdarsteller dieser europäischen Produktion mit dabei waren, hab ich mich dafür entschieden.

Originalton mit japanischem Untertitel. So weit, so gut, würde der Film nicht unter anderem in  Griechenland und Sibirien spielen – auch im Originalton und mit Untertitel. Japanischem Untertitel, versteht sich. Blöd auch, dass der Film der zweite Teil einer Trilogie war, wie ich später feststellte.

Also lag es doch gar nicht an meinen mangelnden Russisch- und Griechischkenntnissen, dass sich mir der Beginn des Films so überhaupt nicht erschloss.

Auch tragisch, dass der dritte Teil der Trilogie auf Grund des Ablebens seines Regisseurs  nie begonnen wurde.

Ach ja, und der Film ist von 2008 und hat entweder ein paar Jahre auf die Untertitelung gewartet, oder erlebt gerade in Japan seine Renaissance.

So wirklich begeistert war ich nicht, und war schon aufbruchbereit, als der Abspann anfing. Aber da hatte ich nicht mit den japanischen Cineasten gerechnet. Mucksmäuschenstill (abgesehen von mind. einem Schnarcher), noch immer im abgedunkelten Kinosaal, wurde sich der Abspann knochentrocken bis zur letzten Zeile („© 2008“) angeschaut.

Und dann gab es Applaus – allerdings tatsächlich nur den für diesen Film angemessenen – ich nehme an, dass Buhrufe der japanischen Höflichkeit fremd sind.