Archiv der Kategorie: Japan 2014

Friseur-Salon mit „System-Einheit“

„Wir haben ein neues Gerät, das einem vollautomatisch die Haare schneiden kann!“ – „Aber alle Menschen haben doch verschiedene Kopfformen?“ – „Naja, vor der ersten Benutzung schon….“

Haha. Auf jeden Fall war ich gestern beim Friseur. Grünes Licht an der außen angebrachten Ampel – also keine lange Wartezeit für den „10-Minuten-Haarschnitt“. (Was schon mal klar machen dürfte, dass ich jetzt nicht super-tokyotisch-gestylet den Laden verlassen habe. )

Der Preis von nur 1.000 ¥ ist ein Schnäppchen. Den bezahlt man – genau wie das Essen in den Soba-Läden – am Automaten am Eingang.

Ich bin – wie ich inzwischen weiß – in einer Frisiersalon-Kette gelandet, die in allen ihren Filialen ihre wirklich gut durchdachten „System-Einheiten“ als Frisierplatz installiert hat.

Zum Frisierplatz gehört ein eigener Garderobenschrank, so dass man sich keine Gedanken machen muss, welche Wertsachen man sich in die Hosentaschen steckt und wo der Rucksack mit Macbook und iPad bleibt.

Kämme, scheren und Bürsten werden sterilisiert, im zur Einheit gehörenden Gerät.

Das absolute Highlight ist, dass einem nach dem Haarschnitt mit einem Staubsauger die kleinen, abgeschnittenen Härchen vom Kopf und von der Stirn gesaugt werden.

Im Detail stellt QBHouse die Einheiten auf der eigenen Homepage vor (englische Fassung).

Kulinarisches II

Ich hatte es bereits geschrieben – das Essen hier ist ausgezeichnet.

Allerdings hatte ich letzte Woche mit der kurz vor Ladenschluss günstig erstandenen Bento Box eine echte Herausforderung vor mir (siehe Titelbild). Abgesehen von der Garnele hatte ich bei keiner anderen Zutat die leiseste Idee, was mich beim Reinbeißen erwarten würde. Und es war wirklich für jede Geschmacksknospe was dabei. Bei jedem Bissen von Geschmack und Konsistenz überrascht zu werden macht ein Abendessen ganz schön anstrengend.

Sehr lecker waren die Yakitori. Wobei ich da auch ganz froh bin, mir erst im Nachhinein über deren Zusammensetzung Gedanken gemacht zu haben. Aber zum Glück rauchen Hühner ja nicht Myokarditis ist bestimmt nicht durchs Essen übertragbar.

Wintereinbruch Teil 2

Zum Valentinstag hat der Schnee wieder eingesetzt. Nicht so stak wie letzte Woche, aber doch genug, um den Verkehr abermals durcheinander zu bringen.

Heute waren alle Straßen und Bürgersteige voller Schneematsch; etliche Einheimische hatten ihre hippen Gummistiefel hervorgeholt.

Vom Wetter her war es also der ideale Museumstag.
Heute: Edo-Tokyo-Museum.

Die Schneebilder sind von letzter Woche.

WordPress MeetUp im Coworkingspace

Vor ein paar Wochen bin ich auf der Suche nach Stammtischen / offenen Treffen / Vorträgen etc. auf meetup.com gestoßen. MeetUp bietet eine Plattform für Treffen mit Gleichgesinnten, sei es für gemeinsame Museumsbesuche, Verabredungen zum Sport in der Gruppe oder eben zu Spezialthemen wie WordPress (WordPress ist die Software, die dieses Bog antreibt).

Das Treffen hier in Tokyo wird von der einzigen japanischen Mitarbeiterin von Automattic, der Firma hinter WordPress, mit organisiert. Veranstaltungsort war ein Coworkingspace in Laufweite meiner Wohnung.

MeetUps sind eine wirklich schöne, einfache Art, Menschen zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Speziell für das WordPress MeetUp habe ich im März noch ein Möglichkeit teilzunehmen. Aber bei den vielen Gruppen, die im Raum Tokyo sind (Deutsch-japanischer Stammtisch, Language Exchange, HTML5 Rocks, etc. – nur eine Java-bezogene Gruppe vermisse ich noch) finden sich sicher noch andere Gelegenheiten.

Von amazon.co.jp zu Lawson

Amazon ist hier in Japan längst nicht so groß wie in Europa oder Amerika. Der hiesige Marktführer für den Onlinehandel heißt Rakuten.

Aber da rakuten.co.jp im typisch japanischen, bunten Look daherkommt, keine eigene englische Übersetzung bietet und für mich auf Amazon trainierten Menschen eine leichte Reizüberflutung und Überforderung darstellte, habe ich meinen ersten hiesigen Online-Kauf dann doch bei Amazon getätigt. Zumal ich mir schon in weiser Voraussicht von zuhause aus ein Konto angelegt hatte. Das war die erste Überraschung: während die europäischen und der US-Store mit dem gleichen Login funktionieren, musste ich mir für amazon.co.jp einen neuen Account anlegen.

Sehr angetan bin ich von der Möglichkeit, sich das Paket an einen Convenience Store (コンビニ) seiner Wahl schicken zu lassen. Da diese rund um die Uhr geöffnet haben, sind sie vom Prinzip her so gut wie eine Packstation, nur dass es diese Märkte an jeder (ja, wirklich an jeder) Straßenecke gibt.

Und so konnte ich heute nach der Arbeit mein am Sonntag bestelltes Päckchen (Schutzhülle fürs Macbook, damit es auch im Rucksäcke gut aufgehoben ist) im Lawson um die Ecke abholen.

Home sweet Home

Nachdem ich die ersten Nächte im Hotel verbracht habe, bin ich nun ganz froh in meiner Wohnung zu sein. Die kahlen Wände  und die nüchterne Einrichtung Sind zwar nicht gerade heimelig, dafür ist es hier aber picobello sauber.

Zur Arbeit sind es von hier aus etwas mehr als zwei Kilometer. Die Kollegen haben mir abgeraten die überfüllte Bahn zu nehmen, so dass ich hier tatsächlich ganz schön ans Laufen komme und viel Bewegung habe. Das versuche ich aber recht erfolgreich mit viel gutem Essen und einem Bierchen* am Abend zu kompensieren.

* Nein, nicht alle Getränke, die beim Dosenbier stehen und mit einer Zitrone auf der Dose werben sind Radler. Dann gab es halt an einem Abend mal einen Wodka Lemon. Es bewahrheitet sich insbesondere hier: wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Über Zeitzonen hinweg

Inzwischen ist die erste Woche schon rum. Dank Skype lässt sich der Kontakt nach Hause wunderbar aufrecht erhalten. Nur gestaltet sich die Sache mit den 8 Stunden Zeitunterschied gar nicht so einfach:

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Freizeit
gleichzeitige Freizeit
Schlafen
Arbeiten

Kulinarisches

Zum Glück mag ich ja nicht nur gerne Sushi, sondern probiere ja auch sonst alles gerne, was die internationale Küche zu bieten hat.

Heute musste ich dann feststellen, dass es schwerer sein kann, Bekanntes als Unbekanntes zu essen (ich hab’s dann auch liegen lassen):

Vorbereitungen für das erste Quartal

In weniger als einer Woche bin ich in Tōkyō. So langsam aber sicher steigt die Nervosität. Über mein Blog und das Tag Japan 2014 werde ich für alle Interessierten ab und an was zum Leben und Arbeiten in Japan schreiben.

Auf der obigen Karte sind schon mal die drei wichtigsten Stationen eingezeichnet, bei denen ich mich hauptsächlich aufhalten werde.